No Fridays for Future

7 Mrz

Die FDP Ingelheim lehnt Schülerstreiks während der Unterrichtszeit ab.

Es ist grundsätzlich begrüßenswert, wenn die Jugend sich politisch engagiert und für Zukunftsthemen auf die Straße geht. Diejenigen, die freitags die Schule schwänzen, stehen aber nicht stellvertretend für die Jugend, sondern stellen eine laute Minderheit dar.

In der heutigen komplexen Welt gibt es keine einfachen Antworten, bei welchen man alle anderen Aspekte außer Acht lassen kann. So muss auch bei dem löblichen Ziel des Klimaschutzes immer eine Kosten-Nutzen-Abwägung von Maßnahmen unter Einbeziehung aller Aspekte gemacht werden. Genau bei diesem Punkt greifen die Schülerproteste zu kurz (https://www.cicero.de/innenpolitik/fridays-for-future-klimaschutz-kohleausstieg-atomaustieg-greta-thunberg).

Tatsächlich ging es noch keiner Generation so gut wie der heutigen Jugend. Sie leben in Wohlstand, machen fast alle Flugreisen, haben Smartphones und genießen die Warenvielfalt aus aller Welt. Dies tun sie dank der Politik ihrer Eltern und Großeltern, die aus einem zerstörten Land eines der besten Länder der Welt geschaffen haben (siehe: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-welt-wird-immer-besser-32-gute-nachrichten-15524076.html, siehe http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/zukunft-globale-entwicklung-schluss-mit-der-miesen-laune-a-1202829.html, siehe https://blog.gwup.net/wp-content/uploads/2017/09/owd.png).

Auch der Umwelt geht es oft besser als vor Jahrzehnten (siehe https://ourworldindata.org/air-pollution). Dies wurde erreicht durch soziale Marktwirtschaft, die Ökonomie und Ökologie zusammen gebracht hat. Deutschland steht aber im harten Wettbewerb, wir stehen vor einer Rezession (https://www.welt.de/wirtschaft/article188403669/Konjunktur-Die-Angst-vor-der-Rezession-ist-zurueck.html). Jede Fabrik, die hier dicht gemacht wird, macht in anderen Ländern unter schlechteren Bedingungen wieder auf. Selbst eine komplette Deindustriealisierung in Deutschland würde durch das Wachstum in den BRICS Staaten sofort kompensiert. Unser Wohlstand wäre aber dann perdu.

Das Geschäft mit der Angst ist eines der einträglichsten Geschäfte überhaupt. Die Älteren erinnern sich an andere Horrorszenarien der Weltuntergangsindustrie. Da werden Ängste bei Jugendlichen geschürt und befeuert, statt sie rational zu verarbeiten. Es ist einfach unüberlegt, in einem Industrieland nach den sichersten Kernkraftwerken auch noch überhastet die saubersten Kohlekraftwerke der Welt abzustellen. Sollen wir nur noch unsere eigene Nahrung produzieren (Selbstversorger)? Funktioniert in den Entwicklungsländern seit Jahrzehnten nicht zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung! Vielmehr bringt Freihandel Wohlstand!

Seit die Menschheit denken kann, gibt es Naturbedrohungen und Klimawandel. Der Mensch lebt im ewigen Eis und in der Wüste. Menschen werden auch in Zukunft Mittel und Wege finden, Probleme zu lösen. Dazu müssen sie aber erstmal Bildung erwerben. Ein Schulstreik ist daher das schlechteste Mittel.

Deutschland braucht Gründer, Europa braucht schlaue und kreative Köpfe, um im Wettbewerb um Lösungen bestehen zu können. Wenn Angst den Verstand frisst, erreichen wir gar nichts, gefährden aber vieles, was Einigen (vielleicht zu) selbstverständlich ist (https://www.spektrum.de/kolumne/was-waere-wenn-weltretter-gar-nicht-die-welt-retten-moechten/1520855).

Ergänzung: Natürlich steht es jedem frei, für oder gegen etwas zu demonstrieren. Wir kritisieren das Schule schwänzen, die Instrumentalisierung von Kindern und radikale Forderungen (siehe oben).