Hilfe für norditalienische Patienten

2 Apr

Die FDP hat dem Stadtvorstand den Vorschlag gemacht, brachliegende Kapazitäten im Ingelheimer Krankenhaus, das sich auf Covid-19 (Corona) Patienten spezialisiert hat, für Patienten aus Norditalien zur Verfügung zu stellen.

Der Stadtrat hat zuletzt viel über allgemeinpolitische Resolutionen diskutiert. Jetzt sollte praktische Unterstützung im Vordergrund stehen. Die Lage für Corona-Erkrankte in Italien und Teilen Frankreichs ist desaströs. Gerade aus Norditalien kommen Hilferufe.

In Deutschland und Ingelheim sieht das Krankheitsgeschehen derzeit noch entspannter aus. Wir haben eine viel größere Anzahl an Intensiv- und Beatmungsplätzen. Eine mittelfristige Rettung unseres Krankenhauses ist gelungen als Behandlungsplatz für Covid-19-Patienten. Die Intensivbetten werden derzeit (noch) nicht alle gebraucht.

Dr. Harald Weirich: „Wenn wir von einer Krankheitsdauer von etwa 14 Tagen ausgehen, bzw. auch frühere Sterbefälle mit einbeziehen, so wäre bis zu einer etwaigen Verschärfung auch der hiesigen Situation eine vorübergehende Nutzung eines Teils dieser Kapazitäten zu verantworten. Sicherlich wäre das Personal unseres Krankenhauses dafür gerüstet und auch gerne bereit. Ein besonders glücklicher Umstand ist zusätzlich die Transportkapazität über den Flugplatz Layenhof in unmittelbarer Nähe.“

Die Stadt Ingelheim als „Gesundheitsstadt“ könnte – auch im Sinne der Zukunft unseres Krankenhauses – der Region um unsere Partnerstadt San Pietro bei Verona Hilfe zur Verfügung stellen. Der Stadtvorstand soll versuchen, mit den zuständigen Stellen in Land und Bund eine Überführung von Patienten in die Wege zu leiten.