Zum Thema Fusion und Flüchtlingshilfe

19 Jun

Die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Heidesheim haben sich mit überwältigender Mehrheit in Bürgerentscheiden für die Fusion mit Ingelheim entschieden.

Gegenwärtig soll auf der Grundlage einer Zweckvereinbarung mit der Zusammenlegung von Teilen der Verwaltung begonnen werden. Kürzlich hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Ingelheim dem Entwurf der Zweckvereinbarung bereits zugestimmt. Im Heidesheimer Verbandsgemeinderat werden demgegenüber Stimmen laut, die speziell im Bereich Asyl neues Konfliktpotenzial zu erkennen glauben. Was soll der abgewählte Bürgermeister noch entscheiden dürfen? Darf die Ehefrau des Bürgermeisters ihre derzeitig ehrenamtlich ausgeführte Flüchtlingsarbeit weiterführen und wenn ja wie und wie lange noch?

Die ehrenamtlichen Helfer beklagen die hohen Anforderungen und wünschen sich mehr Professionalisierung bei Vernetzung und Koordination der Arbeit. Bürgermeister Claus hat aber gerade diese Professionalisierung in der Flüchtlingshilfe der Verbandsgemeinde angeboten. Seine Mitarbeiter im Bereich Asyl sind hochqualifiziert und haben während der Sommermonate die Möglichkeit erste Schritte in Richtung Zusammenlegung zu gehen. Demgegenüber beklagt die Verbandsgemeinde Personalengpässe im Bereich Asyl. Wenn sich beide Seiten auf eine möglichst frühzeitige Zusammenarbeit aufgrund der Zweckvereinbarung einigen würden, wäre beiden Seiten geholfen.

Da die Zusammenlegung der Heidesheimer Verwaltung mit derjenigen der Stadt Ingelheim ohnehin das Ziel ist, sieht die FDP-Fraktion keinen Grund, diese immer weiter hinauszuschieben. Je früher, desto besser!

Hannelore Schmelzer

Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion im Verbandsgemeinderat