Grundschule Heidesheim unterdimensioniert

29 Okt

Mit Verwunderung reagiert die Fraktion der FDP im Verbandsgemeinderat Heidesheim auf die Zurückverweisung ihres Antrags in den Schulträgerausschuss in der Sitzung vom 25. Oktober.

Aufgrund der steigenden bzw. hoch bleibenden Schülerzahlen und der dadurch begründeten 4-Zügigkeit (statt vorher oft nur 2 Parallelklassen) mussten die Funktionsräume (Musikzimmer, PC-Raum, Werkraum etc.) an der Schule in Klassenzimmer umgewandelt werden und sind weggefallen.

Solche Funktionsräume sind jedoch – insbesondere für die Ganztagsschule – dringend erforderlich.

Der Schulträgerausschuss der VG hatte daher in seiner Sitzung am 10. Mai 2017 bereits festgestellt (Zitat aus Sitzungsprotokoll): “Im Ausschuss herrscht Einvernehmen über zusätzlichen Raumbedarf.”

Dieser Raumbedarf betrifft bereits die jetzt an der Schule lernenden Kinder und kann nicht erst nach 2019 unter Ingelheimer Regie befriedigt werden. Es ist geboten, dass hier kurzfristig Abhilfe geschaffen wird und gleichzeitig eine langfristige Lösung angegangen wird.

Der Schulträger ist verantwortlich, dass den Kindern des Ortes ein möglichst gutes Lernumfeld geschaffen wird. Die Schule ist für Kinder und Mitarbeiter Lebensraum, für viele Schüler von 7-16 Uhr an 5 Tagen in der Woche. Da ist eine gut ausgestattete Schule mit vielen Möglichkeiten, die nicht an mangelndem Raum scheitern, sinnvoll.

Die FDP beantragt daher, dass die Gemeinde zwei Container anschafft, die als Funktionsräume genutzt werden. Außerdem soll die Verwaltung mit den Planungen für den erforderlichen Ausbau (Anbau oder Aufbau) der GSH zur Wiederherstellung der erforderlichen Funktionsräume beginnen.

Die FDP war davon ausgegangen, dass der Gemeinderat diesem Antrag einvernehmlich zustimmt. Stattdessen wurden sowohl finanzielle wie auch pädagogische Bedenken gegen Container vorgebracht. Auch die FDP sieht Container nicht als Dauerlösung. Allerdings gibt es für die jetzigen Grundschüler keine Alternative, zumal es nicht um Klassenzimmer sondern um stundenweise zu nutzende Funktionsräume geht. Insbesondere die Bedenken der BLH können die Freien Demokraten nicht nachvollziehen. Bei der Gründung der BLH ging es maßgeblich um den Hort der Grundschule und seine üppige Finanzierung durch die Gemeinde.

„Wir erwarten, dass den Kindern Heidesheims die bestmögliche Betreuung und Ausstattung zuteil wird, nicht erst nach 2019“, so FDP Fraktionsvorsitzende Hannelore Schmelzer.

Nachtrag vom 27. Januar 2018:
Nachdem der Verbandsgemeinderat Heidesheim die Forderung der FDP nach einer schnellen Erweiterung der Grundschule Heidesheim auch mit den Stimmen der BLH auf die lange Bank geschoben hatte , fordert die BLH nun eine weiterführende Schule in Heidesheim (siehe: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/vg-heidesheim/heidesheim/weitere-schule-in-heidesheim_18473895.htm).

„Weiterführende Schulen sind Kreisaufgabe, während Grundschulen in die Zuständigkeit der Gemeinden fallen. Man sollte erst einmal die eigenen Hausaufgaben erledigen“, so Hannelore Schmelzer, Fraktionssprecherin im der FDP im VG Rat Heidesheim.

„Die Gleichen, die auf der einen Seite die Rückabwicklung bereits beschlossener Baugebiete (Sommeraue) beschließen und damit die Ansiedlung junger Familien verhindern, reden auf der anderen Seite vom Bedarf nach neuen Schulen. Die FDP steht dafür, dass jungen Familien sowohl mehr Bauland als auch die bestmögliche Auswahl verschiedenster Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen“, so der Ingelheimer Verbandsvorsitzende Michael Julius Schwarz.

„Bevor Forderungen nach einer konkreten Schule in einem bestimmten Ort erhoben werden, sollten erst einmal die Fakten ermittelt werden“, so Helga Lerch, Landtags- und Kreistagsabgeordnete der Freien Demokraten abschließend.